Episode 104 - Tod und Sterben in Büchern
Warum das Unausweichliche so viel erzählerische Kraft hat!
Webseiten der Sprecher
Hinweis
Genannte Bücher
- Romeo & Julia (William Shakespeare, Übers. August Wilhelm von Schlegel)
- Die Leiden des jungen Werthers (Johann Wolfgang Goethe)
- Der Tod in Venedig (Thomas Mann)
- Pippi Langstrumpf (Gesamtausgabe) (Astrid Lindgren, Übers. Cäcilie Heining)
- Die Brüder Löwenherz (Astrid Lindgren, Übers. Anna-Liese Kornitzky)
- Buddenbrooks: Verfall einer Familie (Thomas Mann)
- Der letzte Brief eines Literaten (Arthur Schnitzler)
- Achterbahn (Stephen King)
- Rot ist mein Name (Orhan Pamuk, Übers. Ingrid Iren)
- In meinem Himmel (Alice Sebold, Übers. Almuth Carstens)
- Die Bücherdiebin (Markus Zusak, Übers. Alexandra Ernst)
- Kamerad Hund (Günther Schwab)
- Wem die Stunde schlägt (Ernest Hemingway, Übers. Werner Schmitz)
- Am Beispiel meines Bruders (Uwe Timm)
- Der Steppenwolf (Hermann Hesse)
Links
- „Bruder Tod“ von Hermann Hesse auf youtube.com
- „Komm, großer schwarzer Vogel“ von Ludwig Hirsch auf youtube.com
Feedback zu dieser Episode
- Name:
- Uli Schiefelbein
- Datum:
- Freitag, 03.04.2026 um 18.25:21 Uhr
- Feedback:
- Liebe Diana, Lieber Wolfgang,
da ich Euch ja leider in Leipzig wegen eines persönlichen Missgeschicks verpasst hab, möchte ich mich auf diesem Wege für Euren motivierenden Podcast bedanken. Euch zuzuhören ist ein Genuss und hat mich nach mehr als zwanzig Jahren Schreibabstinenz zurück zum Schreiben gebracht. Dabei gelingt es mir nun zum ersten Mal eine Schreibroutine zu etablieren. Dafür ganz herzlichen Dank!
Ich möchte zu dieser Folge eine ganz aktuelle Buchempfehlung abgeben: Robert Menasse; Die Lebensentscheidung; Suhrkamp Verlag. Diese Novelle ist erst vor wenigen Wochen erschienen. Es geht um einen Sohn, dem eine tödliche Krankheit attestiert wird und der fortan alles daran setzt noch so lange weiterzuleben, wie seine Mutter lebt. Er will ihr den Schmerz ersparen, ihr Kind beerdigen zu müssen.
Ich finde, dem Autor ist hier ein spannendes und hoch interessantes Buch zum Thema Sterben gelungen.
Ich freue mich auf Eure nächste Sendung!
Herzliche Grüße,
Uli
- Name:
- Eva Seifried
- Datum:
- Freitag, 03.04.2026 um 10.53:04 Uhr
- Feedback:
- Liebe Diana, lieber Wolfgang,
zunächst ein großes Dankeschön für Euren Podcast! Von dem ich anfangs dachte, was für ein weitschweifiges, nie auf den Punkt gebrachtes Gerede das doch ist! Bis ich – ein Jahr und etliche Folgen später, die ich mir nicht der Reihe nach, sondern nach bestimmten Stichwörtern anhörte – mit der Zeit merkte, wie menschenfreundlich Ihr seid, wie zugewandt, ermutigend, sanft warnend vor den Fallstricken der Zunft. Wie Ihr alles in Stein Gemeißelte humorvoll relativiert und ernst nehmt, was Eure Zuhörer und Zuhörerinnen sagen und schreiben. Ich folge hiermit der Einladung am Ende der Folge 104, »Tod und Sterben in Büchern«, und liste zwei meiner eigenen Leseerfahrungen zum Thema in den Feedbacks auf:
Cees Nooteboom: Die folgende Geschichte, Roman (1991), Suhrkamp 1992
James Salter: Zwanzig Minuten, Kurzgeschichte (2013), in Charisma. Sämtliche Stories, Berlin Verlag 2017
Nootebooms berühmter Roman handelt von einem Lehrer für alte Sprachen, der stirbt, aber es nicht weiß. Auch Leser und Leserinnen merken vermutlich bis kurz vor dem Romanende nicht, dass sich »Die folgende Geschichte« um die Lebenserinnerungen eines Sterbenden dreht. In einer Sprache, die ihresgleichen sucht. Nooteboom ist im Februar 2026 gestorben.
Salters Shortstory »Zwanzig Minuten« handelt von einer Reiterin, die mit ihrem Pferd stürzt und sich dabei schwer verletzt. Sie weiß, dass es vielleicht noch zwanzig Minuten dauert, bis es mit ihr zu Ende geht. Mitreißende Erzählung über das, was ihr durch den Kopf schießt. Der amerikanische Autor wurde unter anderem mit dem Roman »Lichtjahre« bekannt. Er starb 2015.
Herzlichst
Eva
- Name:
- Susanne
- Datum:
- Mittwoch, 25.03.2026 um 19.37:30 Uhr
- Feedback:
- Mir kommt sofort der erste Satz von Charles Dickens in den Sinn: "Marley war tot!" (Eine Weihnachtsgeschichte)
Es war übrigens großartig, euch in Leipzig zu treffen. Hat mich sehr gefreut!
- Name:
- Christiane
- Datum:
- Sonntag, 22.03.2026 um 14.50:00 Uhr
- Feedback:
- Hallo Diana und Wolfgang,
Danke für euren tollen Podcast, der mir jedes Mal neue Ideen und neues Wissen bringt.
Das heutige Thema Tod hat mich daran erinnert, wie ich im Alter von ungefähr 8 Jahren Otfried Preußlers "Thomas Vogelschreck" gelesen habe. Das Buch wird aus der Sicht einer Vogelscheuche erzählt, die im Frühjahr vom Bauern und seinen Kindern erbaut wird. Sie schildert u.a.wie sie das Gemüse auf dem Feld vor den Vögeln schützen muss und wie die Kinder des Bauern mit ihr spielen. Am Ende des Buches, als die Ernte eingebracht ist, wird die Vogelscheuche verbrannt und die Kinder tanzen um das Feuer herum.
Damals war ich von diesem Ende richtig geschockt, v.a.weil den Kindern der "Tod" der Vogelscheuche nichts auszumachen schien. Ich glaube es war das erste Buch, das ich gelesen hatte, das kein gutes Ende nahm und ich war nicht darauf vorbereitet.
Auch in Film und Fernsehen wird ja das Thema Tod immer wieder auf verschiedenste Weise thematisiert. Hier fallen mir z. B. American Beauty oder The Sixth Sense ein.
Macht so weiter, ich kann es immer kaum erwarten bis die 2 Wochen bis zur nächsten Folge vorbei sind.
Lg, Christiane.
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