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- Name:
- Alondra
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Mittwoch, 04.12.2024 um 23.45:20 Uhr
- Als er sie erreicht hatte, zog er sie in seine Arme. Sie sanken zu Boden, hielten sich einfach nur fest.
“Du dummes, dummes, ungezogenes, tapferes Mädchen!”, brachte er schließlich heraus. “Mach nie wieder so etwas Gefährliches!”
“Es wäre nur gefährlich gewesen, wenn es nicht geklappt hätte”, flüsterte sie trotzig an seinem Hals. Sie war doch erst sechseinhalb. Wo hatte sie nur diesen Vorwitz her?
Er schob sie gerade weit genug von sich, dass er ihre Augen sehen konnte, die noch immer lebendig grün schimmerten. Mit seinem Ärmel tupfte er ihre Wangen trocken.
“Ach ist das so? Und Warum zitterst du dann?”
“Weil es kalt ist natürlich!”, murrte sie.
Tatsächlich spürte er die eisige Kälte noch eindringlicher als sonst, während der Schweiß auf seiner Haut trocknete.
- Name:
- Susanne
- Episode:
- 75 - Absagen an Autoren und die Kunst der Erfolglosigkeit
- Datum:
- Mittwoch, 04.12.2024 um 08.50:42 Uhr
- Ich sehe weniger die Absagen als Problem. Natürlich habe auch ich viele Momente, wo ich nach einer erneut ausbleibenden Antwort, demotiviert bin und überlege, ob es noch Sinn hat, weiter zu versuchen, meine Texte in die Welt zu schicken. Aber dann setze ich mich wieder hin, schreibe etwas Neues, oder etwas ganz Anderes, probiere wieder und wieder. Ich sage mir, je mehr ich um etwas kämpfen muss, desto besser werde ich in dem, was ich dafür tue es zu bekommen. Jede Absage nehme ich als Ansporn, besser zu werden.
Was mich aber wirklich runterzieht, sind die Angaben: "Wir nehmen keine unverlangt eingesandten Manuskripte mehr an.", die inzwischen bei immer mehr Verlagen und auch bei Agenturen auf der Website stehen. Wenn niemand mehr neue Autoren eine Chance gibt, bleibt nur das Selfpublishing, falls man dazu das nötige Geld und auch die nötige Begabung hat.
- Name:
- Roger
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Dienstag, 03.12.2024 um 14.29:06 Uhr
- Hallo miteinander
Ich geniesse euren Podcast immer sehr und bedanke mich für euer unermüdliches Engagement.
Hier mein Beitrag zu eurer Miniaufgabe:
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Ich schaue auf die Uhr an der Wand. Waren es wirklich erst 32 Minuten? Meine Hand umklammert diejenige meiner Mutter. Sie ist inzwischen warm und schweissfeucht. Dennoch werde ich nicht loslassen. Mutter rutscht ein wenig auf dem harten Stuhl und starrt weiter auf die Tür. Auch ich tue das wieder. Der Arzt kommt. Endlich. Ich erforsche sein Gesicht. Und erstarre.
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 75 - Absagen an Autoren und die Kunst der Erfolglosigkeit
- Datum:
- Sonntag, 01.12.2024 um 16.55:18 Uhr
- Für alle, die Schreiben:
Als Kind fallen wir hin, während wir zu gehen anfangen. Jedes Mal stehen wir wieder auf, machen weiter, probieren es noch einmal, bis wir das Gehen beherrschen. Zunächst wackelig, dann sicherer.
Im Tanzen sagen wir unseren Schüler*innen, dass der Mensch Bewegungen bis zu 700 bis 1.000 Mal wiederholen muss, bis sie in sein Muskelgedächtnis übergangen sind. Als Kleinkinder fiel uns das Lernen leicht, weil wir uns nicht so viel dabei gedacht haben; je mehr wir denken, desto mehr überdenken wir.
Ich sag‘ nicht, dass wir 700 Bücher schreiben müssen, um einmal zu veröffentlichen, aber wir dürfen nicht vergessen, warum wir schreiben: in erster Linie, weil es uns Spaß macht. Wir sind immer in den Dingen gut, die wir für uns selbst machen. Findet jemand anderer daran gefallen, sollen sie halt, aber wir machen es für uns.
Absagen und Zurückweisungen sind Teil unseres Lebens. Ein Auszug aus meinem Leben:
In der Volksschule wurde mir eine Rechtschreibschwäche diagnostiziert. Im Gymnasium dann Legasthenie. Dass heute meine Texte korrekt geschrieben sind, liegt nicht an Rechtschreibprogrammen, sondern an der Übung.
Im Gymnasium hat mir meine Englischlehrerin gesagt, dass ich die letzte Klasse nicht schaffen würde. Die Mature/Abitur habe ich dann in Englisch mit einer 3 abgeschlossen.
Als ich geheiratet habe, hat meine Familie einen Aufstand gemacht, weil ich den Nachnamen meiner Frau angenommen habe. Ich hab‘s trotzdem getan und die Entscheidung nie bereut.
Als wir uns scheiden haben lassen, blieben wir befreundet, weil wir gut miteinander ausgekommen ist und uns nur nicht mehr geliebt haben. Jetzt sind wir immer noch eng befreundet und sie (und ihr neuer Mann plus ihre Mama) sind nach wie vor Familie für mich.
Erst vor Kurzem hat mein alter Arbeitgeber mein Dienstverhältnis ausgelöst, ich hab‘ mir gesagt „Zeit für was Neues!“ und mir einen Job gefunden, der mir besser gefällt.
Arbeit, Hobby, Beziehung, Familie … überall treffen wir auf Widerstände, das können wir nicht beeinflussen. Wir können nur beeinflussen, wie wir damit umgehen.
- Name:
- Leo
- Episode:
- Allgemein
- Datum:
- Sonntag, 01.12.2024 um 11.37:39 Uhr
- Nachdem ich gerade meine Schreibübung bei euch eingesendet habe, noch ein paar lobende Worte :): Ihr seid der mit Abstand inspirierendste Podcast zum Schreiben, den ich finden konnte. Danke für eure wunderbare Arbeit! Liebe Grüße aus Dresden
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