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- Name:
- Gabi
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Sonntag, 03.11.2024 um 15.33:17 Uhr
- Liebe Diana, lieber Wolfgang,
wieder eine sehr schöne Folge, vielen Dank dafür.
Meine kleine Geschichte zum Thema Angst:
Sein Mund wie ausgedörrt. Niemals hätte er herkommen dürfen! Die Augen geweitet, schaute er in das dunkle Nichts. Die Hände flatterten, als er sein Handy aus der Hosentasche nahm, fiel ihm fast auf dem Boden. Verdammt, wo war die Taschenlampenfunktion? In diesem Moment hörte er ein gehässiges Lachen, dass wie ein Echo von alllen Seiten zu kommen schien. Er hält sich die Ohren zu, die Härchen auf seinem Arm stellten sich auf. Er stand stocksteif. War es so weit? Holten sie ihn jetzt?
„Klausi? Bist du das da drin?“ Der Geisterbahnbetreiber macht das Licht an.
Mir gefiel das Buch von Luca di Fulvio. "Der Junge, der Träume schenkte" sehr gut. Soviel Gefühl, das war toll. So schreiben zu können, ein Traum.
Liebe Grüße
Gabi
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Sonntag, 03.11.2024 um 14.19:10 Uhr
- Hi,
mein Text zum Thema Angst:
Vor ihr knisterte es. Es war ein raues, kratzendes Geräusch, als würde jemand trockenes Laub zertreten und auf dem Steinboden zu staub zermahlen wollen. Ihre Augen hatten sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt, aber sie wusste, dass er - es - da war und auf sie wartete, eine Schatten in der Nacht, die personifizierte Dunkelheit, ein Monster aus den Untiefen, das sich von dem Saft ernährt, der durch ihre Adern fließt und sie am Leben erhält.
"Kommen Sie meine Liebe." Eine Stimme wie die Krallen einer Ratte und so süß und klebrig wie Honig. "Kommen Sie und leisten Sie mir doch Gesellschaft, Mina. Wir wollen uns doch kennenlernen."
Ein Blinzeln. Sie sah Zähne in der Schwärze, nur zwei, weiß und spitz und lang, wie Dolche. Ihr Mund war trocken, die Lippen spröde wie altes Papier. Dennoch - oder gerade deswegen - richtete sie sich auf und trat nach vorne.
Wie man unschwer erkennen kann, habe ich mich hier von Bram Stoker's Dracula inspirieren lassen, aber so oder so ähnlich (zumindest in meiner Vorstellung) könnte eine Szenerie zwischen Vlad und Mina ausgehen haben, wenn es kein Briefroman gewesen wäre.
Ich hoffe, es gefällt euch. Schöne Grüße aus Wien und alles Liebe,
Stefan
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Sonntag, 03.11.2024 um 14.03:45 Uhr
- Hi,
weil ihr das Bearbeiten wieder erwähnt habt: das ist wirklich wichtig und immer notwendig, besonders, wenn man möchte, dass Emotionen entstehen. Ich habe in Covid mit einer Romanreihe angefangen, drei Bände mit ingesamt knapp 400.000 Wörtern und beim ersten Überarbeiten musste ich feststellen, es war nicht gut. Nicht alles war schlecht, aber zu viel. Ich habe es noch zwei Mal überarbeitet, dann weggelegt. Anfang dieses Jahres habe ich es aufgenommen und wollte Buch 1 so weit überarbeiten, dass ich einen anderen Anfang geschrieben habe. Ähnliche Figuren, gleiche Handlung anders arrangiert. Hat natürlich überhaupt nicht funktioniert und ich habe an etwas anderem weitergearbeitet.
Jetzt fange ich mit der Überarbeitung ganz anders an: die drei Bände sind für mich jetzt ein grober Entwurf, ich weiß wie es ausgehen soll und was dahinter steckt und ich den Leser*innen erst später verraten möchte, und ich fange komplett neu an: neuer Anfang, neue Handlung, neue Figuren und einige alte Figuren weg, weil sie einfach keine intelligente Aufgabe in dem Plot hatten. Tut es weh, altes über den Haufen zu werfen? Ja! Aber ich sehe es auch ein bisschen physikalisch ... schon in der Thermodynamik heißt es: "Um vorwärts zu kommen, muss du etwas zurücklassen."
In diesem Sinne: ganz liebe Grüße
Stefan
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 73 - Emotionen schreiben
- Datum:
- Sonntag, 03.11.2024 um 13.56:06 Uhr
- Hallo,
mein emotionalster Moment in einem Buch war das Ende des letzten Bandes der Dark-Tower-Reihe von Stephen King. Ich versuche jetzt nicht zu Spoilern, aber Eingeweihte wissen was ich meine: in Band 7 gibt es drei Enden, das jedes für sich so stehen gelassen werden könnte, aber wenn man weiterliest, ergeben auch die anderen Sinn. Und jedes dieser Enden hat bei mir eine andere Emotion ausgelöst und mit dem hat die gesamte Romanreihe bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stephen King ... nicht nur wegen der Namensähnlichkeit einer meiner großen Vorbilder.
Liebe Grüße
Stefan
- Name:
- Diana
- Episode:
- 72 - Sachbücher und Ratgeber schreiben
- Datum:
- Sonntag, 27.10.2024 um 15.06:26 Uhr
- Liebe Karin,
vielen Dank für dein Feedback. Wir freuen uns sehr, dass dir der Podcast so gut gefällt!
Was die Werbung angeht … Ja, sie hat einen Sinn. Wir haben das in einer der letzten Folgen auch einmal kurz erklärt. Wir versuchen damit wenigstens die laufenden Kosten reinzuholen. Von der Zeit und dem Aufwand, den Wolfgang, Jürgen und ich betreiben sprechen wir gar nicht. Leider sind die Spenden doch sehr mager.
Deshalb waren wir froh, als uns dieser Werbedeal angeboten wurde. Die Stellen für die Werbung innerhalb des Podcasts kann ich festlegen. Es können bis max. 3 sein. Manchmal gibt es auch gar keine Werbung. Ob zusätzlich am Anfang und am Ende Werbung ausgespielt wird, entscheidet Podigee. Darauf habe ich leider keinen Einfluss.
Aber es steht dir ja frei, am Ende einfach vorher auszumachen. Werbung gibt es inzwischen in den meisten Podcasts, sie sorgt dafür, dass er kostenfrei bleibt.
Ich hoffe, du verstehst unsere Entscheidung nun ein bisschen besser und hast weiterhin Freude an unserem Podcast.
Ganz liebe Grüße
Diana
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