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- Name:
- Maria
- Episode:
- 63 - Tabus und Missverständnisse von Autoren Teil 2
- Datum:
- Mittwoch, 26.06.2024 um 19.02:49 Uhr
- Hi ihr beiden, ich bin jetzt noch nicht up do date mit den Folgen, aber falls ihr das noch nicht richtiggestellt habt: Bei der Zuverdienstgrenze aus nicht-künstlerischer Tätigkeit wurde nach der Coronazeit einiges bei der KSK geändert. Jetzt ist es nur noch wichtig, dass man MEHR aus der künstlerischen Tätigkeit verdient als aus der nicht-künstlerischen. Man bleibt also auch in der KSK, wenn man zum Beispiel 1000 Euro "künstlerischen Gewinn" pro Monat hat, und 900 Euro aus nicht-künstlerischer Tätigkeit.
Die 900 Euro werden übrigens dann nicht zur Berechnung der Beiträge herangezogen. Davon geht also kein Geld weg für Krankenkasse, Pflegeversicherung und Rentenversicherung.
Kann daher finanziell sehr vorteilhaft sein, zu einem großen Anteil nicht-künstlerisch tätig zu sein. ;)
- Name:
- Karin
- Episode:
- 67 - Künstliche Intelligenz beim Schreiben
- Datum:
- Sonntag, 23.06.2024 um 23.17:04 Uhr
- Hallo zusammen,
beim hören dieses aktuellen Podcasts, zur KI, ist mir eine Situation auf einer Party 1985 wieder eingefallen. Wir hatten auf dem C64 ein Poesieprogramm. Alle Gäste haben an dem Abend ein Gedicht erhalten. Die Gedichte waren sehr skurril und surreal. Wir waren alle verblüfft.
Ich habe Euch übrigen erst Anfang 24 entdeckt und inzwischen alle Folgen angehört. Die waren zum Teil schon recht hilfreich für mich. Vielen Dank für diesen, Euren wunderbaren Podcast!
Mein erster Roman ist fertiggeschrieben und wird zur Zeit lektoriert. Mir geht es auch mit den Anmerkungen der Lektorin manchmal so, wie Diana es im Fall der KI erklärte. Eigentlich will ich nicht, dass mir reingeredet wird und Veränderungen vorgeschlagen werden, die mir nicht gleich gefallen. Da muss ich oft mit mir und ihr kämpfen.
Natürlich weiß ich inzwischen, dass es die Aufgabe einer Lektorin ist und auch, dass wohl fast alle Autoren und Autorinnen damit zu tun haben. Es ist halt mein erster Roman - wie sagt Diana immer richtig "mein Baby"- da kann doch nicht einfach jemand etwas daran ändern wollen. Das geht mir dann doch nah ;) Ich hoffe sehr, dass es bald zum Ende kommt und endgültig fertig ist, damit mein Kopf wieder frei ist.
Ich grüße Euch ganz herzlich
Karin
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 15 - Plot & Plan für Schriftsteller
- Datum:
- Sonntag, 23.06.2024 um 14.40:11 Uhr
- Hallo,
meine persönliche Meinung als Hobbyschreiber: wenn ich eine Idee habe, schreibe ich sie auf, meistens ins Handy. Oft ist das ein Satz, vielleicht zwei Sätze. Ist die Idee gut, werden meine Gedanken immer wieder zu ihr zurück kommen. Dann wird mir irgendwann eine grobe Handlung einfallen, vielleicht die ersten Hauptcharaktere. Das schreibe ich alles auf. Sehr oft habe ich schon den Höhepunkt in der Mitte geplant und sehr oft weiß ich schon, wo alles enden wird. Und ich kenne wichtige Eckpunkte meiner Geschichte, Dinge die ich geschehen lassen will. Insgesamt sind das nur ein paar Absätze, vielleicht ein oder zwei A4-Seiten. Dann fange ich an und lasse meine Figuren los, immer an der Leine, aber es eine Laufleine. Sie dürfen sagen, was sie möchte und im gewissen Rahmen hier hin und einmal dort hin, aber den Weg gebe ich ihnen klar vor. Brauche ich Nebenfiguren, erfinde ich sie in dem Moment wo ich sie brauche und schreibe mir auf (in Notizen), was sie ausmacht und antreibt, vielleicht brauche ich sie noch später, vielleicht auch nicht; die meisten Nebenfiguren brauche ich später wieder, einfach, weil ich's nett finde, bekannte Gesichter wiederzusehen. Manchmal weiß ich nicht, wie gewisse Dinge passieren werden, aber ich weiß, dass sie passieren und sie passieren dann so, wie sie zu den Figuren passen. Das ist das bisschen Magie, was in der Kunst inne wohnt.
Die Schneeflocken-Methode klingt verlockend und passt vielleicht für manche, mir ist das ein bisschen zu viel. Ich sehe das Schreiben einer Geschichte eher als Wanderschaft durch die Natur. Ich kenne meinen Start und ich kenne das Ziel. Und ich kenne meine Raststellen, wenn ich mal wo einkehren will. Manchmal weiß ich den genauen Weg, bin aber auch nicht zu stur, ihn nicht zu wechseln, wenn er versperrt ist. Ein grober Plot, wo ich meine Handlungspunkte allerdings kenne und mir aber genug Freiheiten lasse, um Dinge "zu fühlen", wenn man es so ausdrücken möchte. Wie beim Kochen ergeben sich manche Dinge von selbst und sind dann einfach logisch.
Ob meine Methode gut ist? Keine Ahnung, aber es macht mir Spaß und ich habe schon ein paar Bücher damit geschrieben. Die meisten davon waren nicht gut, aber ich habe jedes Mal etwas dabei gelernt.
Alles Liebe,
Stefan
- Name:
- Stefan
- Episode:
- 16 - Rückblende, Prolog und Epilog
- Datum:
- Sonntag, 23.06.2024 um 14.27:53 Uhr
- Hallo,
zum Thema Prolog und Epilog: ich sehe den Prolog als entbehrlich an. Selbst in Fantasy-Romanen könnte man ihn tatsächlich weglassen, meistens hilft er der restlichen Handlung wenig. Er wird als Appetithäppchen genutzt. Die Frage ist: wenn die Hauptspeise gut genug schmeckt, warum dann ein Appetithäppchen?
Der Epilog ist für mich zwiespältig. Manchmal braucht eine Handlung noch einen Abschluss. Einen Schluss nach dem Schluss, um alle Handlungsstränge abzuschließen. Aber kann man das nicht auch in einem letzten Kapitel behandeln?
Wolfang Hohlbein ist für mich ein Meister des Prologs und Epilogs, aber im umgekehrten Sinne: Sein Buch Horus aus dem Jahr 2007 zeigt das besonders: Es gibt einen Prolog, aber der ist quasi das erste Kapitel. Es wird kein Teil der Geschichte aus einer anderen Perspektive geschildert, es ist keine Vorschau auf das kommende. Es ist einfach der Anfang der Geschichte. Lässt man den Prolog weg, versteht man die Handlung nicht mehr. Der Epilog könnte entbehrlich sein und hätte man auch als letzte Kapitel bezeichnen können. Bei dem Buch habe ich einfach nicht verstanden, warum Hohlbein diese Bezeichnungen gewählt hat.
In einem anderen Buch Sturm ist der Prolog ein Alptraum der Hauptfigur und irgendwie für mich auch ein Betrug an uns Leserinnen und Leser.
- Name:
- Meik
- Episode:
- 67 - Künstliche Intelligenz beim Schreiben
- Datum:
- Dienstag, 18.06.2024 um 11.08:42 Uhr
- Hallo ihr!
Danke für die neue Folge und dieses extrem interessante Thema.
Ich selbst nutze KI ab und an für Recherche.
Ich schreibe SciFi, bin aber kein Physiker. Jetzt gibt es Dinge in meinem Genre, auf die ich Wert lege. Es darf gerne viel Fiction sein, aber Science gehört auch dazu. Also lasse ich mir von ChatGpt zB relativistische Flugzeiten und ähnliches berechnen. Zeitdillertation usw. Alles Dinge die ich ohne Studium oder einem dicken IQ nicht so leicht lösen kann.
Allerdings würde ich nie einen von der KI generierten Satz in mein geschreibsel bringen. Schließlich mache ich das um Spaß zu haben. Das wäre wie zocken mit Cheatcodes... unbefriedigend.
Zur Akte Badewanne:
Die Wanne stand schon immer da! Sie diente dort zum tränken der Kühe, die auf der Wiese grasten. Die Leiche darin war einst der Landwirt, dem das Land und die Rinder gehörten. Ein Stalker, der des Bauern Frau nachstellte, tötete ihn um sie (in seinem Wahn) für sich alleine zu haben. Sämtliche Spuren wurden von den Rindern bereits nieder getrampelt, was die Ermittlungen erschwerte.
Für die Landwirtin beginnt eine Nacht des Grauens, als ihr Stalker sie mit allen Mitteln für sich gewinnen wollte und dabei weiter über Leichen ging.
Plottwist: der ermittelnde Komissar ist der Stalker!
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